Klimastadtbeirat begrüßt neue Klimafreunde


09.12.2011

Klimastadtbeirat begrüßt neue Klimafreunde

Beiratsmitglieder packen den Klimaschutz auch persönlich an
  

Der Klimastadt-Beirat zeigt nun ganz konkret, dass jeder einzelne CO2 sparen kann: 32 Beiratsmitglieder haben im Rahmen der Kampagne „Klimafreunde“ von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens ein persönliches Klimaversprechen abgegeben. Damit reihen sie sich ein in die Gruppe aus 55 Unternehmen und 1100 Privatpersonen, die in Bremerhaven und Bremen bereits Mitglied der Klimafreunde geworden sind.

„Man darf nicht nur auf andere verweisen und sich selber zurücklehnen“, begründet Umweltdezernentin und Klimafreundin Anke Krein ihre Entscheidung. „Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“. Um ihre persönlichen Möglichkeiten, CO2 zu sparen, auszuloten, füllten die Beiratsmitglieder zunächst einen Check aus. Wie oft kaufen Sie regionale Lebensmittel? Verwenden Sie wassersparende Armaturen? Optimieren Sie einmal pro Monat den Reifendruck Ihres Autos? Die Antworten auf solche Fragen gaben Auskunft darüber, wie klimafreundlich die Beiratsmitglieder bereits sind und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Im Anschluss wurden verschiedenste Klimaschutzversprechen abgegeben, die konkrete Maßnahmen für die Zukunft enthalten.

So verspricht Ulf Eversberg (Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen) etwa, die Heiztemperatur um ein Grad zu senken, Zuhause übriggebliebene Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen und häufiger die Bahn zu nutzen. Christa Dawidonis (Stadtteilkonferenz Wulsdorf) nimmt sich währenddessen vor, den Heizkessel in ihrem Haus auszutauschen und in Wärmedämmung zu investieren. Zu Ökostrom zu wechseln, ältere Doppelglasfenster auszutauschen, häufiger das Auto stehen zu lassen sowie vermehrt regionale Produkte zu kaufen, hat sich Torsten von Haaren (SPD-Fraktion) unter anderem zum Ziel gesetzt. Wilfried Töpfer (Förderverein Waldkindergarten in Bremerhaven e.V.) knüpft mit seiner Teilnahme bei den Klimafreunden an das an, was er ohnehin tut: Seinen CO2 kontinuierlich im Blick behalten. Denn er ist Mitstreiter bei „Bremerhaven kann mehr Klimaschutz!“, einem Projekt, bei dem klimarelevante Verbrauchsdaten zweimonatlich erhoben und ausgewertet werden. Auch engagiert er sich als Vorsitzender des „Grünen Kreises“ für Baumpflanzaktionen in Bremerhaven.

Neben Privatpersonen sind aber beispielsweise auch das Technische Rathaus, das ttz oder Klimahaus Klimafreunde und bremenports steht kurz vor der Auszeichnung.

„Das Netzwerk der Klimafreunde wächst kontinuierlich und wir freuen uns über die vielen Beiratsmitglieder, die Klimafreund bzw. -freundin geworden sind, genauso wie über alle anderen Bürger, Unternehmen oder Institutionen, die es noch werden wollen“, sagt Heinfried Becker von energiekonsens in Bremerhaven.