Klimafreunde-Kochshow am 9. Oktober


06.10.2011

Klimafreunde-Kochshow am 9. Oktober

Bremerhavener zeigen live am Herd, dass Klimaschutz schmeckt
  

Wer an Einflüsse auf den Klimawandels denkt, denkt an Stromverbräuche, Kraftwerke oder lange Flugreisen. Doch auch beim Einkaufen und Kochen entscheidet sich, wie hoch die persönliche CO2-Bilanz ist. Mit dem richtigen Rezept gelingt Klimaschutz auch am Herd. „Regional und saisonal“ lautet das Motto. Daher widmen sich die Bremerhavener energietage in diesem Jahr auch dem Bereich „Ernährung“. Highlight dabei sind die „Klimafreunde-Kochshows“ am 9. Oktober. Was dort auf den Tisch kommt, hat keine langen Transportwege hinter sich und ist zurzeit auf jedem Wochenmarkt zu finden. Die Kochshows finden um 11 Uhr, um 12.30 Uhr, um 14 Uhr und um 15.30 Uhr statt.

Möglich wird die Klimafreunde-Kochshow unter anderem aufgrund der Förderung durch die Klimaschutz-Initiative CO2NTRA der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG, welche die Klimafreunde 2010 mit einem Preis auszeichnete und seither finanziell unterstützt.

„Regionale Produkte haben kurze Transportwege und verursachen geringere CO2-Emissionen als Lebensmittel, die eingeflogen werden“, erklärt Heinfried Becker von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens. „Saisonale Lebensmittel sind ebenfalls klimafreundlicher, weil keine beheizten Gewächshäuser benötigt werden.“ Bei der Wahl des Rezeptes lohnt sich daher ein Blick auf den Obst- und Gemüsekalender. Jürgen Seevers vom Bauernmarkt im Fischereihafen weiß, welche Zutaten im Herbst zu haben sind: „Im Oktober gibt es zahlreiche Gemüsesorten, die gerade Saison haben. Rote Bete, Pilze, Esskastanien, Feldsalat, Kürbis und Mangold beispielsweise.“

Wie klimafreundlich ein Rezept einzustufen ist, entscheidet also die Herkunft und die aktuelle Verfügbarkeit der Zutaten. Doch auch die Entscheidung zwischen Frisch- und Tiefkühlkost sollte überlegt werden. Zwar bietet Tiefgefrorenes den unschlagbaren Vorteil, dass sich Produkte länger halten, doch auch der energieeffizienteste Eisschrank kann tagesfrisch geerntete Zutaten nicht das Wasser reichen. Für Pommes aus der Truhe wird zwanzigmal mehr CO2 freigesetzt als für frische Kartoffeln. Grundsätzlich gilt auch: Wer klimafreundlich kochen will, hält sich mit tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern zurück. Deren Produktion erfordert einen hohen Einsatz an Energie, Ackerfläche und Dünger, um Futtermittel für die Tiere herzustellen. Hinzu kommt, dass bei der Verdauung von Kühen Methan freigesetzt wird. Ein Kilogramm Methan ist so wirksam wie 23 Kilogramm CO2. Damit ist eine Kuh in etwa so klimaschädlich wie ein Pkw, der im Jahr 14.000 Kilometer fährt.