Klima-ABC

Methan

Methan ist nach CO2 das bedeutendste durch den Menschen freigesetzte Treibhausgas. Es tritt zwar deutlich seltener auf, ist aber 23-mal so klimawirksam wie die gleiche Menge CO2. Methan stammt sowohl aus natürlichen (z.B. Sümpfen, Termiten, Wäldern) als auch anthropogenen Quellen. 60 % der Methan-Emissionen werden durch den Menschen verursacht: wichtigste Quelle ist die Viehzucht von Wiederkäuern, insbesondere Rindern, die bei der Verdauung Methan produzieren.
Methan entsteht weiterhin beim Nassreisanbau, Mülldeponien, Transport von Erdgas und Verbrennung von Biomasse. Auch in den Permafrostböden Sibiriens und Schwedens sowie am Meeresgrund ist Methangas gebunden. Durch die globale Erwärmung können große Mengen des Gases freiwerden und den Treibhauseffekt massiv beschleunigen

Moor

Lebendige, wachsende Moore legen weltweit jährlich 150 bis 250 Mio. t CO2 in neu gebildeten Torfen fest, da diese bis zu 60% aus Kohlenstoff bestehen. Wird Torf abgebaut und werden Moore entwässert, werden die Klimagase CO2 und Methan freigesetzt. Wird nur ein Hektar Niedermoor zu Ackerland, werden so viel klimarelevante Gase abgegeben, wie 19 Pkw durchschnittlich im Jahr verursachen.