Klima und Verkehr

Immer auf Achse - und das klimafreundlich!

Alternativen gesucht! Schon mit kleinen Veränderungen im mobilen Alltag lässt sich kräftig
auf die CO2-Bremse treten. Es muss nicht immer das Auto sein, das uns von A nach B transportiert. Einfach mal ausprobieren – so manche Alternative ist erstaunlich bequem, preiswert und schnell.

  

  

PKW

Fast 60 % aller Autofahrten sind kürzer als 5 km und knapp ein Viertel sogar kürzer als 2 km. Dafür gibt es Bahn, Bus oder Fahrrad. Und die eigenen Füße.
Jede Reduzierung des Spritverbrauchs wirkt sich direkt auf Ihre CO2-Bilanz aus. 1 l Sprit verbrennt mindestens 2,5 kg CO2. Sehr viel CO2 und Geld lassen sich daher sparen, wenn der durchschnittliche Verbrauch auf 100 km nur um einen Liter gesenkt wird. Bei 10 000 km im Jahr spart das rund 250 kg CO2 und 150 Euro.

Druck machen: Kontrolliere regelmäßig deinen Reifendruck. Er sollte immer im oberen angegebenen Bereich liegen, bei Kleinwagen und Mittelklassen bei 3 bar. Dies ergibt schnell eine Kraftstoff-Einsparung von 5 %.

Leichtlaufreifen: Rollen besonders sparsam.

Fahrstil: Zügig hochschalten, dabei kurz und kräftig Gas geben, bei möglichst niedriger Drehzahl (hoher Gang) gleichmäßig und vorausschauend fahren.

Auto teilen: Im Schnitt wird ein Pkw am Tag nur eine halbe bis eine Stunde bewegt. Auto teilen statt besitzen spart im Jahr cirka 290 kg CO2 pro Pkw-Nutzer ein.

Neukauf: Steht ein Neukauf an, ziehe die Wahl alternativer Antriebe in Betracht. Prüfe außerdem die tatsächliche Nutzung deines Pkws. Brauchst du wirklich einen Geländewagen in flachen Gefilden? Fährst du häufig Langstrecken oder bist du viel in der Innenstadt unterwegs? Dann lohnt sich für dich vielleicht ein Kleinwagen mit Elektroantrieb. Damit vermeidest du im Stadtverkehr direkte Emissionen und nutzt die Bremsenergie aus dem Stop-and-Go.

Planen: Verbinde unterschiedliche Besorgungen miteinander. So sparst du Zeit und Geld und schonst ganz nebenbei auch das Klima.

  

Car-Sharing

Autos werden insbesondere in Städten nicht mehr besessen, sondern stärker geleast, geteilt. Das hat den Vorteil, dass je nach Nutzungszweck der geeignete Pkw gewählt werden kann: der elektrisch betriebene Kleinwagen in der Stadt, der Diesel-Van für den Wochenend-Familienausflug, das Cabrio für die Spaßfahrt.

  

Fahrrad

Zum Einkaufen: Ihr Pkw verbraucht auf Kurzstrecken besonders viel. Steige einmal pro Woche vom Auto auf das Rad um. Bei 5 km pro Woche und 52 Wochen im Jahr sparen Sie schon 65 kg CO2.

Zur Arbeit: Fahre einmal pro Woche mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit oder zu einem Termin. Bei 20 km je Woche ergibt dies eine Einsparung von 260 kg CO2 im Jahr.

  

Bahn

Langstrecken: Wenn du statt mit dem Auto mit der Bahn von Bremen nach München fährst, sparst du etwa 100 kg CO2.

  

Flugreisen

Reisen: Flugreisen machen unseren persönlichen CO2-Rucksack besonders schwer. Statt zwei Kurzreisen nach Teneriffa einen mehrwöchigen Urlaub zu erleben, spart 1700 kg CO2. Und kennst du schon die vielen Reiseziele, die sich entspannt mit der Bahn erreichen lassen? Am Ziel lieber mal Rad fahren statt ein Auto mieten.

  

Kompensation

Realistischerweise sind bei einer Urlaubsreise nicht alle CO2-Emissionen konsequent zu vermeiden; viele Ziele sind nur per Flug zu erreichen. Wer sich entschieden hat, solch eine Reise anzutreten, kann dennoch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wer fliegt, kann den entstandenen CO2-Schaden durch freiwillige Ausgleichszahlungen kompensieren. Das Geld, das ein Reisender zahlt, wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert. So sollen an anderer Stelle CO2-Emissionen eingespart werden. Es gibt mittlerweile zahlreiche Kompensations-Anbieter, die nach unterschiedlichsten Standards arbeiten, beispielsweise www.atmosfair.de .