Klima-ABC

Klimaflüchtlinge

Der Begriff „Klimaflüchtlinge“ ist kein abstraktes Phänomen, sondern Realität. Er bedeutet, dass Menschen aufgrund von veränderten Umweltbedingungen (hervorgerufen durch den Klimawandel) ihr Heimatland verlassen müssen. Wenn beispielsweise Menschen aus Nordafrika wegen der verschobenen Regenzeiten nichts mehr anbauen können, nach Europa wollen, dann sind das Klimaflüchtlinge.

Klimagerechtigkeit

Die Folgen des Klimawandels – größtenteils verursacht durch den hohen Verbrauch fossiler Brennstoffe in den Industrieländern – sind schon heute besonders heftig in vielen Entwicklungsländer zu spüren. Hinzu kommt, dass sich Industrieländer besser an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen können, während in armen Regionen die finanziellen und technischen Mittel fehlen. Generell werden Menschen auf absehbare Zeit umso stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen bleiben, je ärmer und schwächer sie sind. Dies betrifft jetzige und künftige Generationen.
Daher müssen die Industriestaaten nicht nur am meisten leisten, um den Klimawandel aufzuhalten, und ihre Emissionen bis 2050 um 95 % gegenüber 1990 senken. Sie müssen die Entwicklungsländer darüber hinaus dabei unterstützen, sich an den Klimawandel anzupassen.

(www.bund.net, www.klimagerechtigkeit.de)

Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid ( CO2 ) ist das entscheidendste Treibhausgas und für mehr als 60 % der weltweiten Erderwärmung verantwortlich.

Kompensation

Wenn sich der CO2-Ausstoß nicht vermeiden lässt, gibt es oft die Möglichkeit einer Kompensation. Hierbei spendet man Geld an Klimaschutz-Projekte, die verschiedene Maßnahmen zu Bindung von CO2 haben. Ein Beispiel ist www.atmosfair.de, bei dem man die Klimagase seiner Flugreise kompensieren kann. Auch bei der Bahn oder bei der Post gibt es ähnliche Angebote.

Konsum

Jede und jeder Einzelne von uns hat eine persönliche Klima-Verantwortung. Bis zu 40 % aller CO2-Emissionen sind auf unseren individuellen Konsum zurückzuführen. Mit jeder Kaufentscheidung für ein klimafreundlicheres Produkt tragen wir zur Verstärkung oder zur Vermeidung von Treibhausgasen bei. Jeder Kilometer, den wir mit umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln zurücklegen, reduziert den Verbrauch unserer natürlichen Ressourcen. Oft sind es schon kleine Schritte, die helfen die eigene CO2-Bilanz zu verbessern und damit das Klima zu schützen.

Kraft-Wärme-Kopplung

In Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird aus dem eingesetzten Brennstoff nicht nur Strom erzeugt, sondern gleichzeitig auch die Abwärme genutzt. Die dabei anfallende Wärme wird beispielsweise als Heizungswärme eingesetzt (Fernwärme). In der Industrie kann sie für wärmeabhängige Produktionsprozesse genutzt werden. Wird die Abwärme dort genutzt, wo sie entsteht, kann der Gesamtwirkungsgrad bis zu 90 % betragen. Ein Beispiel für die KWK ist das Blockheizkraftwerk (BHKW).

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll ist das erste völkerrechtlich verbindliche Abkommen zum Klimaschutz. Es gilt als das weitreichendste Umweltabkommen, das jemals unterzeichnet worden ist, weil es auf alle Wirtschaftsbereiche konkrete Auswirkungen hat. Das zentrale Ziel des Protokolls besteht darin, den Ausstoß der sechs wichtigsten Treibhausgase zu begrenzen, so dass er bis 2012 insgesamt um 5,2 % unter dem Wert von 1990 liegt. Ende 2012 ist das Kyoto-Protokoll offiziell abgelaufen, eine vergleichbare Übereinkunft für die Zukunft existiert bislang nicht.