Klima-ABC

Biodiversität

Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten und die genetische Vielfalt. Die Biodiversität gilt als Voraussetzung für das Gleichgewicht in der Natur und Landwirtschaft und bildet eine existenzielle Grundlage für das menschliche Leben.
Der Klimawandel ist eine entscheidende Triebkraft für den weltweiten Verlust an Biodiversität. Als besonders gefährdet gelten beispielsweise Ökosysteme wie Feuchtgebiete, Korallenriffe, Mangroven- und Tropenwälder. Durch Klimaänderungen könnten in den nächsten Jahrzehnten Schätzungen zufolge bis zu 30% der derzeitigen Tier- und Pflanzenarten allein deutschlandweit aussterben, da ihre Anpassungsfähigkeit begrenzt ist.

(www.bmz.de, www.umweltbundesamt.de)

Biogasanlage

Eine Biogasanlage dient der Erzeugung von Biogas durch Vergärung von Biomasse. In landwirtschaftlichen Biogasanlagen werden meist tierische Exkremente (Gülle, Festmist) und Energiepflanzen als Substrat eingesetzt. In nicht-landwirtschaftlichen Anlagen wird Material aus der Biotonne verwendet. Bei den meisten Biogasanlagen wird das entstandene Gas vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerke (BHKW) arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und produzieren Strom und Wärme gleichzeitig. Die Einsatzfelder reichen von Mikro-BHKW-Anlagen (bis 15 kW elektrischer Leistung) über Mini-BHKWs (bis 50 kW) zur Energieversorgung eines Einfamilienhauses bis hin zu der Strom- und Wärmeversorgung ganzer Stadtteile oder Industrieareale mittels Heizkraftwerke. Als Brennstoffe finden fossile Energiequellen wie Erdgas, Heizöl oder Flüssiggas als auch Erneuerbare Energien wie Biogas, Holzgas und Pflanzenöl Verwendung. Lohnenswert ist ein BHKW besonders da, wo der Wärmebedarf eines Gebäudes über das Jahr konstant ist, weil für die Stromproduktion immer Wärme "abfällt".